«In 3 Schritten zum Bucherfolg …»

«…1. Produkteauswahl, 2. Grenzenloser Vertrieb, 3. Lukrativer Verdienst» Wie sich Book-on-Demand-Anbieter wie bod.de im Netz anbieten grenzt irgendwie schon an Etikettenschwindel. Als würden heute ein paar Klicks ausreichen, um zum erfolgreichen Autor zu werden. Vom Inhalt wird überhaupt nicht gesprochen, geschweige denn vom Marketing. Nur weil von Tausenden von Selbstpublishern es ab und zu auch welche in die Bestsellerlisten schaffen, heisst das noch nicht, dass es gleich alle schaffen. Und dass letztenlich der Content entscheidet, ob es ein Buch in die Topten-Listen schafft, wird auch verheimlicht.

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Selfpublishing oder Verlag?

Bücher von Self-Publishern machen mittlerweile fast ein Viertel aller Neuerscheinungen aus, schreibt tredition.de. Wobei wer genau hinschaut: Die Kosten unterscheiden sich nicht gross von den Verlagen, mit denen ich zusammenarbeite – und das bei schlechteren Dienstleistungen. Dazu fehlt auch der Brand eines Verlagshauses als zusätzlicher Kaufanreiz. Also: Genau hinschauen!

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Familiengeschichte

Die Familiengeschichte als Liste von Kasseneinträgen. Mit coolem Design bei Spector Books: http://www.lange-liste.de

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Der 1. Weltkrieg Kindern erklärt

Mein Lieblingskinderbuchkollege Hans ten Doornkaat hat in der NZZ am Sonntag zwei Kinderbücher besprochen, die das Phänomen Krieg einer jungen Generation erklären:
Niklaus Nützel, Mein Opa, sein Holzbein und der Grosse Krieg. Ars Edition 2013.
Hermann Vinke: Der Erste Weltkrieg. Gerstenberg 2014.
Offenbar ist den beiden Autoren das Vereinfachen ohne Reduktion der Fakten geglückt.

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Lou Reed interviewt seine Cousine

Ein schönes Beispiel für Oral History habe ich heute entdeckt. Bei der Berichterstattung über Lou Reeds Tod bin ich auf einen mir bisher nicht bekannten Blog gestossen mit dem Link zum Dokumentarfilm, in dem Lou Reed seine 100-jährige Cousine Shirley Novick interviewt. Was mir daran besonders gefällt: Dass die Vertrautheit zwischen den beiden auch Sätze des Unglaubens zulässt wie: „Bist du sicher, machst du nicht Spass?!“. Oder auch der ungekünstelten Anteilnahme: „Das muss schwer gewesen sein für dich …“

Das bestärkt mich, Gespräche mit Zeitzeugen eben nicht nur alleine als distanzierte Interviewerin zu führen, sondern zwei Angehörige (möglichst unterschiedlicher Generationen wie Mutter-Sohn oder Onkel-Nichte) miteinander reden zu lassen. Durch ihre Vertrautheit oder auch ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf den gleichen Sachverhalt können schöne Momente der Vertrautheit entstehen.

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Ist ein Blog eine Publikation?

Alles blogt. Was steht dahinter? Sicher nicht nur das Bedürfnis, der Welt etwas mitzuteilen, was ja eigentlich die ursprüngliche Funktion einer Publikation wäre. Als Leserin von zahlreichen Blogs beobachte ich, dass der Blog ein praktisches Sammelmedium für viele andere Tätigkeiten ist, die ursprünglich nicht mal mit schreiben zu tun hatten. Der Blog als Stammtisch, der Blog als Dokumentation dafür, was einem interessiert, der Blog als Tagebuch, als Notizblock etc. Ich finde den Blog insofern spannend, weil er sich auch selber genügt, also ohne gelesen zu werden. Als papierfreie Dokumentation von allem was einem interessiert.

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Makabere Zeitdokumente

Macht es Sinn zu wissen, wie es in Hitlers Haus aussah? Wollen wir sehen, wie jüdische Menschen in einem polnischen Ghetto in die Kamera eines Nazifotografen lächeln? Diese Frage stellte ich mir heute, als ich diesen Beitrag über den Fotografen Hugo Jäger las.

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